Jörn Grothkopp (Bergen / Rügen)

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Mit dem Mauerbau 1961 wurde die S-Bahn das einzige öffentliche Verkehrsmittel, das in Ost- und Westberlin fuhr und die Grenze überwand. Von Bahnhof Friedrichstrasse fuhr sie, vor-her von den Grenzschutzbeamten der DDR "geleert", direkt am heutigen Arte Luise Kunsthotel vorbei in den Westen. Sie verkehrte hier bis 1989. Viele Ost-Berliner versuchten die Flucht in den Westen, in dem sie auf die fahrende S-Bahn sprangen. Es gelang nur wenigen.

Die Verwandlung des Zimmers 305 in eine S-Bahn "Lounge" mit Originalteilen aus den 60 er Jahren ist ein Versuch, den mobilen Fahrgastraum dieser geschichtsträchtigen Bahn, die hier nur 10 Meter entfernt vorbeidonnerte, in ein stationäres Wohngefühl zu verwandeln. Mit 4 Portraitzeichnungen imaginärer Fahrgäste.

Für den reisenden Hotelgast verstärkt sich hier das Gefühl, "Unterwegs" zu sein; ein Ort für Nomaden. Oder aber auch der Prototyp eines neuen Wohntrends: S-BahnLiving!

Unser besonderer Dank an Maik Müller und Thomas Ludwig.