Ottmar Hörl (Wertheim)

Bildstörung

Ottmar Hörl ist nicht nur ein aktiver Künstler, sondern auch Kunstdozent. Als Professor und Präsident an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg unterrichtet er junge Kunststudenten in seiner „Klasse Hörl“. Bekannt wurde der Konzept- und Aktionskünstler vor allem durch seine spektakulären Großinstallationen im öffentlichen Raum: 7.000 grüne Plastikhasen auf dem Hauptmarkt in Nürnberg, 800 Lutherfiguren auf dem Wittenberger Marktplatz oder das „Einheitsmännchen“ in Serienproduktion anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung. Ottmar Hörl beschäftigt sich in seinen Kunstwerken mit Geschichte, Tradition und Alltag in Deutschland.

 

Schlafen zwischen Akt- und Landschaftsbildern von Ottmar Hörl

Flächige Installationen aus Skulpturen passen leider nicht in ein Hotelzimmer. Dafür präsentiert Ottmar Hörl in Zimmer 212 des Arte Luise Kunsthotel ein anderes künstlerisches Konzept, für das er neben seinen seriellen Plastikfiguren bekannt ist. In seiner Reihe „Bildstörungen“ verändert der Künstler kleine und große Details in fremden Kunstwerken. So tragen entblößte Frauen in Aktbildern plötzlich Unterwäsche oder Badeanzüge und Personen in Landschaftsbildern verschwinden spurlos.

Dies geschieht auch mit den Gemälden im von Ottmar Hörl gestalteten Hotelzimmer. Auf den ersten Blick scheint der gediegen eingerichtete Raum im Jugendstil stimmig. Der kunstsinnige Gast erkennt jedoch schnell, dass etwas nicht stimmt. Werke von Caspar David Friedrich, Peter Paul Rubens und Jan van Eyck schmücken die Wände, doch sie sind verfremdet durch Accessoires und Unterschlagung. Worin liegt der Unterschied zwischen Original und Fälschung? Entdecken Sie es selbst!

 

Mehr über Ottmar Hörl erfahren Sie unter: www.ottmar-hoerl.de

 

Weitere Zimmer unserers Art Hotels gestalteten u. a. Moritz Götze, Rudi Kargus, Thomas Baumgärtel und Elvira Bach.