Heiner Meyer (Bielefeld)

Glamour

In beinahe jeder seiner Arbeiten beschäftigt sich Heiner Meyer mit der Verbildlichung des Glamours von früher und heute. Besonders fasziniert den Künstler dabei das Hollywood der 50er und 60er Jahre mit all seinen Ikonen und Diven. Dazu zählen Stars wie Marilyn Monroe oder Audrey Hepburn sowie langbeinige Pin Ups und Starlets. Doch auch heutige Bekanntheiten verewigt Heiner Meyer in Öl auf Leinwand: George Clooney, Penélope Cruz und Paris Hilton wurden von Meyer im farbenfrohen Pop Art-Stil gemalt und blicken dem Betrachter direkt in die Augen. Die Personen, die auf Meyers bunten Bildern immer im Mittelpunkt stehen, werden begleitet und umrahmt von teuren Luxus-Artikeln wie hochwertigen Autos, funkelnden Diamanten oder verzierten Pralinen. Ergänzt werden diese Kombinationen nicht selten mit Elementen aus der Werbe-, Konsum- und Kinowelt – mit Markenlogos, Kosmetik und Pumps. Wie seine Gemälde lassen sich auch Meyers Skulpturen der Pop Art zuordnen. Silbrig glänzende Bronzeskulpturen von Comicfiguren wie Mickey Mouse oder Donald Duck sind charakteristisch für Heiner Meyers aktuelles Schaffen, denn zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn orientierte er sich eher an der Kunst und Kultur der Antike.

Erste Ausstellung bereits im Alter von 19 Jahren

Geboren wurde der Maler und Bildhauer 1953 in Bielefeld. Nach Auslandsaufenthalten in Großbritannien und Spanien – wo er in den 70er Jahren den Surrealisten Salvador Dalí persönlich kennenlernte – sowie einer Studienreise in die USA, kam Heiner Meyer zurück in seine Geburtsstadt. Noch heute arbeitet er in seinem eigenen Atelier in Bielefeld. Während seiner Künstlerkarriere unterrichtete Heiner Meyer zudem an der Fachhochschule Bielefeld und an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, wo er zuvor selbst Freie Kunst studiert hatte und zum Meisterschüler ernannt wurde. Im Jahr 1972 – im Alter von nur 19 Jahren – präsentierte Heiner Meyer seine Arbeiten im Rahmen seiner ersten Einzelausstellung in einer Galerie in Münster. Es folgten weitere Ausstellungen in Kunstvereinen, Kunsthallen, Galerien und Museen in Europa, den USA und Asien. Seine farbenfrohen Malereien waren unter anderem im Daniel-Pöppelmann-Haus in Herford, im Kunsthaus Hannover sowie in Galerien in Paris, Miami und Peking zu sehen. Dazu begleitend wurden zahlreiche Publikationen und Kataloge veröffentlicht, die das umfassende Schaffen des Künstlers abbilden: farbenreiche, vielteilige Kompositionen aus bekannten Personen, Luxusgegenständen und Schrift – immer mit einem Blick für das Detail und immer realistisch gemalt. Auffällig ist dabei ein Element, das in einem Großteil von Heiner Meyers Werken wiederholt auftaucht: der kreisrunde Punkt.

Der Glamour von Heiner Meyer

Genau dieses Element ist auch im Doppelzimmer 207 im Arte Luise Kunsthotel sehr präsent wiederzufinden. Heiner Meyer gestaltete diesen Raum unter seinem Lieblingsmotto – dem Glamour. Anders als seine bekannten Werke ist das Hotelzimmer jedoch eher in gedeckten Farben gehalten: Die Inneneinrichtung wird von den Farben Weiß, Schwarz und Beige dominiert, anstatt von den sonst für Meyer üblichen kräftigen Farbtönen. Große, schwarze Punkte verzieren die Wand, an der auch der große Theatergarderobenspiegel angebracht ist. Der Lüster an der Decke, die opulenten Vorhänge, zusammengehalten von dicken, schwarzen Schleifen und das Zebrafell – selbstverständlich kein echtes – lassen das von Heiner Meyer eingerichtete Zimmer 207 wie ein luxuriöses Hotelzimmer aus einem typischen Hollywood-Film erscheinen. Der Hingucker in diesem Raum ist jedoch das tiefschwarze Augenpaar von Glamour-Ikone Audrey Hepburn, das von der Leinwand über dem Kopfende des Bettes hinab auf den Betrachter blickt. Mit diesem von Heiner Meyer gemalten und signierten Gemälde verweist der Künstler wieder auf seine Leidenschaft für die glamourösen Diven aus Hollywood.

Weitere Zimmer unserers Boutique Hotels gestalteten u. a. Moritz Götze, Rudi Kargus, Thomas Baumgärtel und Ottmar Hörl.