Andrej Wolff (Berlin, St. Petersburg)

Tiergarten

Das Gestaltungskonzept soll dem Gast die ungewöhnliche Möglichkeit bieten, mithilfe der Kunst seine optische Wahrnehmung des Stadtzentrums um eine neue Perspektive zu erweitern. Als Ausgangsmaterial diente dem Künstler hierbei eine Vielzahl von Fotoaufnahmen, die er bei einem Helikopterrundflug über Berlins Mitte gemacht hat. Diese Aufnahmen wurden für das Zimmerprojekt ausgewertet und dabei das Arte Luise Kunsthotel, am Rande des Tiergartens gelegen, als Bezugspunkt gewählt.

Die Wandmalerei zeigt die Baumkronen des Berliner Tiergartens aus der Höhe von 500 Meter. Durch stake Vergrößerung und Erhöhung des Kontrastes entstand ein Bild, welches reich an optischen Täuschungen und Illusionen. Das Phänomen ist als Pareidolie bekannt - die Tendenz des Gehirns, bei seiner stetigen Suche nach Mustern und Bildern in der Wahrnehmung diese auch selbst in zufälligen Strukturen zu finden. Die Phantasie des Betrachters wird zum Interpretieren angeregt und es lassen sich verschiedenste Figuren im Ornament der Bäume des Tiergartens entdecken

Das großformatige Gemälde bietet eine malerische bis zum Horizont reichende Panoramaansicht der Stadtmitte. Mit ihrer Komplexität und klangvollen Farbigkeit spiegelt sie die vitale Melodik der Stadt wieder, die den Künstler zu diesem Zimmer inspiriert hat.

Ein kleinformatiges Bild bietet eine Ansicht aus der Vogelperspektive auf das Arte Luise Kunsthotel, dem momentanen Standort des Betrachters. Der imaginäre Bezug zwischen dem Hotelraum und dem Bild wird durch dieses Im-Bilde-sein reflektiert.