Hotelbewertungen
„Fast so schön wie die Sixtinische Kapelle“
„50 Künstler gestalteten die Räume unvergleichlich. Individueller geht's nicht!“
„Berlin is worth a visit for this art hotel experience alone“
„Räume wie Träume“
„Ich danke allen, die hier etwas geschaffen haben, was einmalig ist: ein Hotel, in dem Kunst gelebt wird.“

Dr. Tayfun Belgin
„Berlins charmantestes Hotel; ... faire Preise, allerbeste Lage.“
„This hotel is dangerous territory as it leaves you craving to go back“
„Alle Räume Unikate... man fühlt sich wie Alice im Wunderland“
„Im Künstlerheim Luise verschmelzen Wirklichkeit und Inszenierung“
„Hotel con aires de museo“
„Each room is a treasure chest of creativity and quirkiness“
„THE ART OF ORIGINALITY“

Vorher (1994) und Nachher (2004)

Vom Kunstlabor zum Hotelbetrieb

Die Idee entstand schon vor dem Fall der Mauer: Ein kleines Künstlerhotel in Berlin zu errichten, einen Ort, wo Künstler und Kunstfreunde wohnen und arbeiten können, wo Musik gemacht wird, wo man sich treffen kann...

Die ersten Jahre nach der Wende boten dann diese unerwartete Möglichkeit. Es herrschte Aufbruchsstimmung und auch eine gewisse Anarchie. Die Dinge waren noch nicht geordnet im Osten Berlins. Zahlreiche der nach vierzig Jahren DDR-Stadtpolitik verrotteten Immobilien in Mitte wurden von der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft nur notverwaltet. Unterschiedliche Alteigentümer und Erbengemeinschaften stritten sich um die verstaatlichten Immobilien.  Für eine befristete Übergangszeit Mieter zu finden, war daher besser als die Gebäude noch weiter verfallen zu lassen. So nutzte man die Gunst der Stunde, die Vision eines "Künstlerheims" in die Tat umzusetzen.

1994: Blick vom Dach zur Spree

Für 1.000 Mark Betriebskosten wurde im Juli 1994 der bewohnbare Teil eines verwahrlosten, klassizistischen Gebäudeensembles in der Luisenstraße gemietet, welches zu DDR-Zeiten bereits den legendären Künstlerklub "Möwe" beherbergte. Das sonstige Umfeld war eher ernüchternd; der Reichstag stand leer und wartete noch auf die Verhüllung durch Christo und die spätere Sanierung. Ansonsten gab es gen Westen nur „Wüste“, denn da verlief vorher die DDR-Grenze mit dem  „Todesstreifen“ entlang der Spree. Vom jetzigen Regierungsviertel war noch nichts zu sehen.

Oben sollte mit Künstlern ein kleines Hotel errichtet werden, unten sollten Künstlerateliers und Wohnräume entstehen. Klare Konzepte gab es vorerst nicht, das Projekt sollte sich in Kooperation mit wechselnden Künstlern verselbstständigen und weiterentwickeln. In der damaligen „Gemeinschaftsküche“ des Künstlerheims wurde stundenlang und oft bis in die Nacht diskutiert, Existenzialismus pur!

Obwohl das „Künstlerheim Luise“ bei vielen Stammgästen zwischenzeitlich sehr beliebt und durch die Medien überregional bekannt geworden war, drohte durch den auslaufenden Mietvertrag und dem maroden Zustand des Gebäudes 1997 unweigerlich das „Aus“.

Aufgeben kam jedoch nicht in Frage. “Damit alles bleibt wie es ist, muss sich alles ändern“, wurde zum Überlebensmotto.

Ein Investor, ein Projektentwickler und ein Architekt wurden involviert, um aus dem Kunstlabor ein komfortables, auch wirtschaftlich tragfähiges Hotel zu machen.

Anfang April 1998 lag dann die amtliche Baugenehmigung vor; das Haus war geräumt und sanierungsbereit. In der Umbauphase wohnten die Gäste “im Exil„ in der Friedrichstraße 106.

2003: Neubau (Innenhof)

Die S-Bahn und der damit verbundene Geräuschpegel war zu der Zeit ein diskutierter Faktor unter den Hotelgästen. Ohrenstöpsel gehörten zur Standardausrüstung der Zimmer.

Man entschloss sich daher im Herbst 2001 den offenen Hof zur Bahntrasse mit einem Neubau zu schließen, um den Bahnlärm einzudämmen. Im März 2003 wurde dann auch dieser Teil vom zuständigen Bundesminister feierlich eingeweiht. Jetzt verfügt das Hotel über fast 50 Zimmer sowie eine Kunsthalle.

Fotos aus der Zeit 1930 bis 1985 Berlin Mitte Luisenstraße

Berlin 1930 Reichstag
Berlin 1945 Luisenstraße
Berlin 1985 Luisenstraße

Vom Landesarchiv freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.